ELECTRIC WOW / 10.02.2026.
Die Evolution des BYD Atto 3
Posted by: Mag. Severin Karl
Für viele Österreicher war der Atto 3 der erste Kontakt zur Marke BYD. Damals versuchten es viele noch mit "Büdd" oder "Byte", in späterer Folge lernten auch die Hartnäckigsten, was es mit der Abkürzung auf sich hat. Nun kommt die Version Evo des Atto 3 und sie ist mehr als nur ein kleines Facelift.
Endlich 800-Volt-Architektur
Für ein Elektro-SUV der 4,5-Meter-Liga ist 800-Volt-Technologie nach wie vor keine Selbstverständlichkeit. BYD gönnt sie seinem Atto 3, der damit richtig flott laden kann. 220 kW am Schnelllader werden genannt, die dazugehörige Zeit: 25 Minuten für 10 bis 80 Prozent. Bei der umfassenden Weiterentwicklung hat auch eine größere Batterie Platz gefunden. Der Stromspeicher fasst 74,8 statt bisher 64 kWh, was bei der Basisausstattung Design für 510 WLTP-Kilometer taugt. Warum bei der Version Excellence 470 Kilometer im Datenblatt stehen, offenbart sich beim Blick auf die Motorsisierung. Während Design mit einem Permanentmagnet-Synchronmotor hinten auf Heckantrieb setzt und 313 PS leistet, gönnt sich der Excellence einen Asynchronmotor vorn als Zusatz. 449 PS und Allrad sind die Folge. Das senkt den Sprintwert auf 3,9 Sekunden (sonst: 5,5 Sekunden), aber eben auch die Reichweite ein wenig. Um das Ladekapitel abzuschließen: AC sind stets 11 kW möglich, von 0 auf 100 Prozent SoC dauert es so 8 Stunden. Eine Wärmepumpe und die V2L-Funktion sind Serie, mit maximal 3 kW können externe Geräte aufgeladen oder betrieben werden.
Weitere Neuheiten
Mehr Komfort und Dynamik soll die neue Hinterradaufhängung bringen, statt der Vierlenker-Konstruktion finden wir ein Fünflenker-System – der Anspruch bei BYD steigt! Auch die Anhängelast steigt, 1.500 Kilogramm gebremst sind ein schöner Wert, der zu einem praktikablen SUV passt. Optisch fallen neue 18-Zoll-Felgen auf, die Front- und Heckstoßfänger wurden überarbeitet. Trotz unverändertem Radstand wächst der Kofferraum auf 490 Liter, was einer zusätzlichen Tasche (50 Liter) entspricht. Eine Erweiterung auf 1.460 Liter ist möglich. Beim Thema Frunk erfreut BYD mit der Angabe von 101 Litern Volumen – da geht sich weit mehr als nur das Ladekabel aus.
Innen wurde der Wählhebel versetzt, statt auf der Mittelkonsole findet er sich nun hinter dem Lenkrad. Das 8,8-Zoll-Infodisplay ist neu gestaltet, es gibt endlich ein Head-up-Display und beheizbare Rücksitze (beides Serie bei Excellence). Getoucht wird auf 15,6 Zoll, Google-Funktionen sind integriert und es gibt einen KI-Assistenten. Vier USB-C-Anschlüsse und kabelloses Laden mit Kühlung sorgen für die nötige Smartphone-Power. Excellence fällt zudem mit einem Panorama-Glasschiebedach samt elektrischem Sonnenrollo auf.
Preise werden am 23. Februar kommuniziert, die Herstellergarantie beträgt 6 Jahre (8 Jahre bzw. 250.000 km auf die Batterie).