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Schon gefahren: Opel Corsa GSE – Zucker für den Alltag Already driven image

ELECTRIC WOW / 11.09.2026.

Schon gefahren: Opel Corsa GSE – Zucker für den Alltag

Posted by: Johannes Richter

Endlich gibt es wieder Hot Hatches, endlich darf man bei den alltäglichen Besorgungen wieder Spaß haben und endlich auch mit gutem Gewissen.

Elektromobilität macht Spaß. Das ist kein Geheimnis mehr. Es ist jetzt deutlich leichter mehr Kilowatt in die kleinen Autos zu pressen, ohne dabei den Alltagsnutzen zu verlieren. Einzig die Fahrwerke und Bremsen sollten dabei an die Mehrleistung angepasst werden. Opels Kassenschlager hat darin schon Erfahrung, denn es gab bisher von jeder Corsa-Generation eine bissige Version. Der Leistungssprung vom Vorgänger zum aktuellen Modell fällt diesmal so aus, wie zuletzt vor etwa 20 Jahren. Ein Zuwachs von über 70 PS zum letzten Corsa OPC und eine Leistungsverdoppelung zum aktuellen Serienfahrzeug. Das sind 281 PS auf 1,5 Tonnen.

Mit Ringerfahrung 

Natürlich wurde auch dieser Kraftprotz am Nürburgring verfeinert und vergisst seine Herkunft nicht. Eine spezielle Soundkulisse, die Beschleunigungsorgien mit dem bekannten Brummen unterstreicht, wurde explizit für ihn entworfen. Selbstverständlich abschaltbar für Connaisseure der Stille. Für Kurvenräuber hat Opel ein Torsen-Sperrdifferenzial eingebaut, welches gefühlt die Physik außer Kraft setzt. Um das auszutesten, braucht es allerdings Mut, absolutes Vertrauen in Reifen und Asphalt und am besten keine anderen Verkehrsteilnehmer. Apropos Reifen, da hat der geneigte Käufer die Wahl zwischen supergriffigen Rennreifen von Michelin, wodurch sich die WLTP-Reichweite auf 354 Kilometer reduziert oder sehr sportlichen, aber verbrauchsoptimierten Hankook-Reifen, die die Tour um 20 Kilometer verlängern.  In jedem Fall sprintet der Kleine in nur 5,5 Sekunden auf 100 km/h und hat gar keine Mühe noch weiter zu sprinten. Bei 180 km/h wird dann die Sperre aktiv, bis dahin hängt er gierig am Strom. 

Dezenter Auftritt

Optisch wurden nur wenige Akzente gesetzt, das macht ihn gewissermaßen zu einem Sleeper. Große 3-Speichen-Felgen, angelehnt an das Original von 1988, gelbe Bremssättel, Veränderte Front- und Heckstoßstangen und leicht ausgestellte Radhäuser. Am Papier bedeutet das eine um 54 mm vorn und 20 mm hinten verbreiterte Spur und 25 mm Tieferlegung. Im Innenraum finden sich Sportsitze wieder, die einen sehr guten Seitenhalt bieten und dennoch ausreichend bequem sind. Im nahezu unveränderten Menü findet sich ein GSE-Spezialmenü, in dem–– man zum Beispiel ein G-Meter findet oder allerlei Temperaturanzeigen.