NEWS / 17.07.2023.
Das E-Hypercar dominierte das Supercar Shootout
Einst 23 Rekorde an einem Tag aufzustellen war dem Team von Rimac offenkundig nicht genug. Nun sorgte man auch beim altehrwürdigen Goodwoold Festival of Speed für neue Maßstäbe. Ausstaffiert mit Pirelli Pilot Sport 4S-Reifen und pilotiert durch Miroslav Zrnčević, den leitenden Test- und Entwicklungsfahrer von Bugatti Rimac, gefahren, stellte die Elektroflunder mit 49,32 Sekunden einen neuen Rekordwert auf; nicht "nur" für E-Fahrzeuge, sondern überhaupt.
"Einer der unheimlichsten Orte"
Miroslav Zrnčević, Rimac-Cheftest- und Entwicklungsfahrer: "Der Hillclimb in Goodwood mit seinen engen Kurven und abschüssigen Abschnitten ist eigentlich einer der unheimlichsten Orte, um ein Auto schnell zu fahren. Aber dies ist das Rekordjahr für den Nevera, und der Goodwood Hillclimb war eine weitere Herausforderung, die es zu meistern galt. Mit Zehntausenden von Zuschauern vor Ort und Millionen von Zuschauern im Internet ist es ein schmaler Grat zwischen Ruhm und einem Ausflug in die Heuballen, aber ich bin so glücklich, die unglaubliche Arbeit der Design- und Ingenieurteams mit einem weiteren bestätigten Rekord für dieses revolutionäre Auto unter Beweis gestellt zu haben." Während des gesamten Festivals empfing Rimac Automobili VIPs und Kunden in seinem Hospitality-Pavillon an der Rennstrecke und ließ so manchen davon auch an Miros Seite das Bergrennen unmittelbar miterleben.
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Inspiriert von einem BMW
Während der drei Veranstaltungstage trug der Nevera eine vom Rimac-Designteam entworfene Lackierung, die vom Rimac BMW e-M3 inspiriert war, dem Auto, das Mate Rimac einst zur Gründung von Rimac Automobili inspirierte. Im Jahr 2011 rückte der e-M3 Rimac erstmals und nachhaltig ins Rampenlicht, indem er eine Reihe von Guinness- und FIA-anerkannten Geschwindigkeitsrekorden aufstellte. Und nun wiederholt sich die Geschichte. Und zwar gleich in doppelter Hinsicht. Eben jene Lackierung zierte nämlich auch schon das Auto, das Anfang 2023 an einem einzigen Tag 23 Beschleunigungs- und Leistungsrekorde aufstellte. Der Schlüssel zur Geschwindigkeit des Nevera ist sein fortschrittliches Batteriesystem, der Antriebsstrang und die Software, die alle von der Rimac Gruppe eigens entwickelt wurden.
Überwacht von komplexem Netz
Der vordere und der hintere Antriebsstrang, die jeweils aus zwei einzelnen Motoren bestehen, treiben jedes Rad einzeln an. Hinten allein sorgt ein 1-MW-Doppelwechselrichter für 900 Nm und 470 kW pro Motor. Alle Systeme werden von einem komplexen Netz selbst entwickelter elektronischer Steuereinheiten überwacht, die mit einem auf NVIDIA Pegasus basierenden Supercomputer zusammenarbeiten, um die Leistung zu berechnen und 100 Mal pro Sekunde an die vier Antriebssysteme zu senden. Die Kombination all dieser Systeme und die Software, die sie steuert, ist als Rimac All-Wheel Torque Vectoring 2 bekannt. Der Rimac Nevera ist auf 150 Exemplare limitiert und wird derzeit am Stadtrand von Zagreb gebaut und an Kunden in aller Welt ausgeliefert.