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Denza Z9GT EV – Rhythm is a Denza! Already driven image

Kevi Kada

ELECTRIC WOW / 09.10.2026.

Denza Z9GT EV – Rhythm is a Denza!

Posted by: Johannes Richter

Ein Auto der Superlative und es kommt in einem unerwarteten Kleid daher. Die Zahlen ließen eher auf Hypercar schließen, stattdessen kommt ein waschechter GT nach Österreich.

Als in Kindetagen das Auto-Quartett an der Tagesordnung war, gab es immer einen Supertrumpf. Der konnte in allen Kategorien alle anderen im Spiel stechen. Ein paar Jahre vorgespult: Auftritt Denza Z9GT EV. Das ist der Supertrumpf der Gegenwart. Mit technischen Daten, die wie Fabelwerte klingen und einem Auftreten wie eine Zeitlupensequenz einer Neunziger-Jahre-Romcom. 

Vierstellig

1156 PS. Das muss man erstmal sacken lassen. Wir begeben uns in Sphären, wo wir niemals gedacht hätten, dass es jemals bei richtigen Serienmodellen möglich sei. Nochmal, 1156 PS, in einem fünfsitzigen Hatchback. Um es mal salopp auszudrücken. Denn normal ist hier nichts. Der Denza bietet feinste Materialien, wohin das Auge reicht und die Hand greifen kann. Die Stoßkanten sind sauber, die Verarbeitung ist außergewöhnlich und die Welt, in die man eintaucht, eine andere. Nur das Display in der Mitte lässt die Konzernzugehörigkeit erkennen. Aber nicht nur das Display selbst, auch die angezeigte Software ist eindeutig BYD. Mit allen Vor- und Nachteilen. Denn BYD-typisch gibt es keinen One-Pedal-Drive und mancherorts etwas verschachtelte Menüs. Auf der Habenliste ist die Geschwindigkeit der Menüs und aller Funktionen. Ein Update wurde Denza-seitig noch versprochen, um ein/zwei Kleinigkeiten zu verbessern. 

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Einstellig

Hier kommt die nächste vierstellige Zahl ins Spiel: 1500 kW Ladeleistung am entsprechenden Schnelllader. Das sorgt für eine gerade mal 6-minütige Ladepause, bei einem Hub von 10 auf 80 Prozent. Auch wenn man den Rahmen weiter steckt, nämlich von 5 auf 97 Prozent bleibt es einstellig: 9 Minuten. Und im Winter? Bei -30 Grad muss man drei Minuten länger investieren. Die passende Ladeinfrastruktur vorausgesetzt. Da hat der Konzern ambitionierte Ziele und will schnell ein entsprechendes Netzwerk aufstellen. Der Vorteil ist, da die Ladestation die gleichen Batterien als Pufferspeicher benutzen, wie im Auto verbaut sind, braucht es am Standort keine hohe Anschlussleistung für einen Flash-Charger.

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Sechsstellig

Eine Aufpreisliste gibt es bei Denza nicht. Zumindest nicht wirklich. Denn die Basis für 115.000 Euro hat alles drinnen und es muss nur mehr für die optische Individualisierung zusätzlich Geld in die Hand genommen werden. Drei Farben sind inklusive, das Emerald Green des Testwagens schlägt, wie auch die 21-Zoll-Felgen, mit 2.500 Euro zu Buche. Digitale Spiegel kosten 1.600 Euro und die beiden matten Farbvarianten schlagen mit 4.500 Euro zu. Fertig. Keine weiteren Optionen. Keine? Naja, es wird auch eine Plug-in-Hybrid-Version geben. Der wird dann mit 101.000 Euro eine Alternative vor Allem für jene sein, die noch nicht vollelektrisch unterwegs sein wollen. Und auch der wird mit seinen 776 PS kein Kind von Traurigkeit. Gegen 2028 wird dann noch eine E-Version mit Heckantrieb und etwa halber Leistung kommen. Preise hierfür stehen allerdings noch nicht fest.

Fahren oder gleiten

Wer den Denza entfesselt, der muss sich nicht entscheiden, man kann gleiten oder man kann teleportieren. Anders lässt sich eine Beschleunigung dieser Güte nicht umschreiben. Das Gaspedal ist dabei nie der Feind, man hat es stets im Gefühl, wie viel Leistung nun abgerufen werden soll. Außerdem ist der 5,2 Meter lange Luxusgleiter auch nicht grad der Leichteste: 2,9 Tonnen Leergewicht, die man allerdings weniger spürt, als man glaubt. Gerade beim Rangieren in engen Parkhäusern zeigt die Hinterachslenkung, wie agil so ein Raumschiff sein kann. Außerdem bringt die Technik so Spielereien wie den Crabwalk mit sich, bei dem alle vier Reifen in die gleiche Richtung lenken. Braucht man nicht so oft, aber besser man hat, als man hätte.