Schon gefahren: Kia EV2 – Ganz schön erwachsener Einsteiger Already driven image

Kia

ELECTRIC WOW / 29.03.2026.

Schon gefahren: Kia EV2 – Ganz schön erwachsener Einsteiger

Posted by: Mag. Severin Karl

Bis Ende Juni lassen sich mehrere Boni von den Listenpreisen des knapp über vier Meter langen SUVs abziehen. Der Einstiegs-Elektriker von Kia beginnt so bei 19.990 Euro. Mit Video!

Rund um Lissabon schraubten wir erste Kilometer mit dem Kia EV2. Einem Modell, das in ein aktuell wachsendes und stark nachgefragtes Segment hineinstößt. SUV-Optik, knapp 4,10 Meter Länge, eine sinnhafte Mischung aus Batteriegrößen und Ladetechnologie: das zieht. VW ID. Cross und Co sprechen die gleiche Kundschaft an. Für den EV2 spricht auf jeden Fall das erwachsene Feeling, sowohl optisch als auch haptisch und vom Fahren her. Wer hinter dem Lenkrad sitzt, fühlt sich an den – weitaus größeren Bruder – EV9 erinnert.

>> Zum Wordrap-Kurzvideo mit Harald Hölzl, President & CEO Kia Austria

Ein langer Druck auf die Stummtaste deaktiviert den Tempopiepser und es kann losgehen. Je nach Fahrsituation justiert man die Rekuperation rasch per Wippen, die vielen Stufen erfreuen. Vom freien Rollen bis zum One-Pedal-Drive ist alles drin. Neu: Man darf sich sogar überlegen, ob man auch im Rückwärtsgang mit One Pedal fahren möchte, oder nicht. Unsere ersten Verbrauchswerte pendelten sich je nach Strecke zwischen 15,5 bis 17,5 kWh ein.

>> Weiterlesen: Kia EV4 im Test

Zwei Batteriegrößen

Vollständige Daten gibt es vorerst nur von der kleineren der beiden Batterien. Sie bietet eine Kapazität von 42,2 kWh, wird vom Beinamen Standard Range begleitet und ist je nach Ausstattungslevel für 317 Kilometer WLTP-Reichweite gut. Die Leistung liegt bei 146 PS, was sich in Sprints in etwa 8,5 Sekunden auf 100 km/h niederschlagen kann, wenn Bedarf besteht. Mit 161 km/h Maximaltempo ist man in Österreich gut aufgehoben. An der Wallbox wird Strom mit 11 kW gezogen, optional sind ab der Linie Earth auch 22 kW AC möglich. Am Schnelllader sind 118 kW drin, was nicht hervorragend ist, in dieser Liga aber durchaus gängig. 29 Minuten werden als Wartezeit von 10 auf 80 Prozent SoC (State-of-Charge) angegeben.

Die größere Batterie nennt sich nicht umsonst Long Range, immerhin kann sie auf 61 kW Kapazität verweisen. 453 WLTP-Kilometer rücken in den Bereich des Möglichen, die Leistung beträgt hier 135 PS. Weitere Angaben fehlen noch.

>> Weiterlesen: Kia EV6 GT – Rekord am Red Bull Ring

Abgespeckt: EV2 Light

Jetzt aber zum Einstiegspreis: Light nennt sich die günstigste Version des EV2, die als einzige noch auf Stahlfelgen (16 Zoll, mit Radzierkappen) setzt und inklusive aller Boni (bis 30. Juni 2026) 19.990 Euro kostet. Der Listenpreis von 26.690 Euro kann gesenkt werden durch: 1.900 Euro Retailbonus, 4.400 Euro Finanzierungsbonus über die Hausbank Santander und 400 Euro Versicherungsbonus ebenso über Santander. Wer konkret wissen will, ob er mit wenig Ausrüstung leben kann: Die gängigen Smartphone-Kopplungsmöglichkeiten, eine Vorbereitung für eine Anhängerkupplung und LED-Scheinwerfer sind ebenso schon an Bord wie die Rückfahrkamera, Parksensoren vorne und hinten, Klimaautomatik sowie der adaptive Tempomat inklusive Stopp-and-Go-Funktion. Eine Nummer feiner ist dann schon der EV2 Air, für den 3.000 Euro mehr verlangt werden. Er bringt das Batterie-Vorheizsystem (Wintertauglichkeit!), eine Dachreling, einen höhenverstellbaren Beifahrersitz sowie 16-Zoll-Leichtmetallfelgen. Ebenso für die kalte Jahreszeit essenziell: Vor allem auf Kurzstrecken freuen sich Stromsparer über die Sitzheizung vorne und die Lenkradheizung.

Darf es ein wenig mehr sein?

More money, more fun. So in etwa kann das Motto beim EV2 in der GT-line lauten. Bei ihm findet sich der einzige Listenpreis von mehr als 40.000 Euro, mit den aktuellen Boni auf 33.490 Euro zu drücken. Nur hier gibt es die belüfteten Kunstledersitze mit Memory-Funktion, den Digital Key und mit Metallpedalen und 19-Zoll-Felgen klassische Sportversion-Features. Auch das Dreispeichen-Lenkrad spricht eine klassische dynamische Sprache.

Aber bleiben wir realistisch: Wer Komfort an Bord wissen will und dennoch auf den Preis schauen muss, sollte sich die beiden Earth-Versionen anschauen. Earth startet bei 32.190 Euro (25.490 Euro) und toppt Air mit der induktiven Lademöglichkeit für Smartphones, einem 220-Volt-Ladeanschluss im Innenraum und der Vehicle-to-Load-Funktion. Externe Gerätschaften können dadurch mit maximal 3,6 kW betrieben werden. Wer ständig die Fenster öffnet, wird sich freuen, dass dies ab Earth mit Auto-Funktion geschieht. 3.000 Euro höher liegt Earth Plus, wo nicht nur das 12,3-Zoll-Navi und das Harman-Kardon-Soundsystem warten, sondern auch 18-Zöller, der ferngesteuerte Parkassistent (Kia bietet diese Funktion schon recht lange in seinem Portfolio an) und der elektrisch verstellbare Fahrersitz samt Lendenwirbelstütze. Vielfahrer greifen allein durch die erhöhte Sicherheit (Autobahn- und Totwinkelassistent, 360-Grad-Monitor) zu Earth Plus, etwas Fancyness gibt es durch die Ambientebeleuchtung als Bonus obendrauf.

>> Weiterlesen: Schon gefahren – Kia PV5