Was hat ein Plug-in-Hybrid im Audi RS 5 verloren? Alles.

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ELECTRIC WOW / 01.04.2026.

Was hat ein Plug-in-Hybrid im Audi RS 5 verloren? Alles.

Posted by: Petra Mühr

Österreichpremiere im Audi House of Progress Wien: Der neue Audi RS 5 ist der erste Performance-Hybrid von Audi Sport. Und entkräftet das Vorurteil, Hybride seien eine veraltete Zwischenlösung.

Im Audi House of Progress in Wien feierte jenes Fahrzeug seinen Auftritt, das Audis Sportsparte gerade neu definiert. Kein weiterer Verbrenner. Sondern der erste Plug-in-Hybrid, den Audi Sport je gebaut hat.

Wer jetzt reflexartig denkt: „Hybrid? RS? Das passt nicht" – genau das war wohl die Aufgabe dieses Abends.

Audi RS 5 2026: Wenn Rennsport-DNA auf Steckdose trifft

Das Exterieur ist direkt vom Motorsport inspiriert – breite Radhäuser, aggressive Frontschürze, markante Lufteinlässe. Der RS 5 sieht nicht so aus, als hätte er eine Steckdose. Er sieht aus, als hätte er Starterlaubnis für Le Mans.

Jede Linie hat eine aerodynamische Funktion, jede Öffnung einen Zweck.

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Das Herzstück: Torque Vectoring in 15 Millisekunden

Technisch ist der neue RS 5 ein echter Quantensprung – und das liegt vor allem an einer Weltneuheit: quattro mit Dynamic Torque Control. Dieses elektromechanische Torque-Vectoring-System an der Hinterachse verteilt das Drehmoment zwischen den Hinterrädern in nur 15 Millisekunden – rund zehnmal schneller als ein menschliches Augenzwinkern.

Was das im Alltag bedeutet: Der RS 5 lenkt präziser ein, stabilisiert sich in Kurven aktiv selbst und bleibt auch im fahrdynamischen Grenzbereich beherrschbar. Das System funktioniert dabei nicht nur im Zugbetrieb, sondern auch beim Bremsen und im Schubbetrieb – ein klarer Vorteil gegenüber klassischen mechanischen Lösungen und noch mehr Fahrspaß!

Das sieht dann so aus …

Plug-in-Hybrid bei Audi Sport

Ja, der RS 5 hat jetzt eine Steckdose. Und nein, das macht ihn nicht weicher. Im Gegenteil: Der modulare Hochleistungs-PHEV-Antrieb wurde von Grund auf für Performance entwickelt. Die E-Maschine ist ein aktiver Teil des Fahrdynamik-Systems. Sie liefert Drehmoment genau dort, wo es gebraucht wird, genau dann, wenn es gebraucht wird.

Für Elektroauto-Interessierte ist das eine spannende Entwicklung: Der Einstieg in elektrisches Fahren muss nicht beim gemütlichen Familien-SUV beginnen. Er kann auch 500-plus PS, Hinterachs-Torque-Vectoring und Rennsport-Optik bedeuten.

Audi Drive Select: Ein Auto, viele Charaktere

Je nach gewähltem Fahrmodus reicht die Spanne des RS 5 von ausbalanciert und alltagstauglich bis hin zu heckbetont und agil. Der HCP1-Hochleistungsrechner ((High-Performance Computing Platform) koordiniert dabei alle Systeme in Echtzeit – Torque Vectoring, adaptive Dämpfer, elektronische Differenzialsperre – zu einem stimmigen Gesamtpaket.

Das Ergebnis: Ein Auto, das morgens entspannt und emissionsfrei durch die Stadt fährt und am Wochenende auf der Rennstrecke nichts vermissen lässt.

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Fazit: Der RS 5 beantwortet eine Frage, die niemand gestellt hat

Was hat ein Plug-in-Hybrid im Audi RS 5 verloren? Die Antwort nach der Österreichpremiere im Audi House of Progress Wien lautet: die Zukunft.

Audi Sport zeigt, dass auch hier Elektrifizierung die nächste Evolutionsstufe. Der RS 5 ist schneller, präziser und kontrollierbarer als je zuvor. Und er lässt sich aufladen.

FAQ: Audi RS 5 Plug-in-Hybrid

Ist der neue Audi RS 5 ein „echter" Sportwagen?

Der RS 5 ist der erste Performance-Hybrid von Audi Sport – und wurde von Grund auf für maximale Fahrdynamik entwickelt. Die E-Maschine ist aktiver Teil des Antriebssystems. Dank elektromechanischem Torque Vectoring an der Hinterachse reagiert der RS 5 sogar präziser und agiler als sein Vorgänger.

Was bedeutet „quattro mit Dynamic Torque Control" konkret für den Fahralltag?

Das System verteilt das Drehmoment zwischen den Hinterrädern in nur 15 Millisekunden – je nach Fahrsituation, Kurvenphase und gewähltem Fahrmodus. Das Ergebnis spürt man sofort: Der RS 5 lenkt williger ein, stabilisiert sich in kritischen Situationen aktiv selbst und bleibt auch im Grenzbereich beherrschbar. Kurz: mehr Sicherheit, mehr Spaß, mehr Kontrolle.

Lohnt sich der Audi RS 5 PHEV auch für Elektroauto-Einsteiger?

Für jemanden, der das nötige Kleingeld hat (Limousine ab 108.300 Euro, Avant ab 110.400 Euro), durchaus. Wer bisher gezögert hat, auf elektrisches Fahren umzusteigen, weil er vermeintlich Fahrspaß und Sportlichkeit vermisst hätte, bekommt mit dem RS 5 ein überzeugendes Argument. Der Plug-in-Hybrid verbindet alltagstaugliches elektrisches Fahren mit echter Performance.