ELECTRIC WOW / 05.07.2026.
Power2Drive Messebesuch Teil 1: AC-Laden
Posted by: Mag. Severin Karl
Ein Besuch auf der Power2Drive in München macht spätestens beim Studium der Hallenpläne klar: Als Messe in der Messe ist das Themengebiet "Elektroautos und wie man sie aufladen kann" nur ein ganz kleines. Lediglich zwei Hallen der The smarter E Europe 2026 haben sich damit befasst. Mehr als acht Hallen zählen dagegen zur Intersolar Europe, mehr als vier Hallen zur ees Europe und noch einmal zwei zur EM-Power Europe. Doch schon die Power2Drive ist für einen Tagesbesuch heftig, reihen sich die Stände doch dicht aneinander und die Nachfrage nach den passenden Gesprächspartnern ist groß. Wir haben uns auf der Messe im Juni umgesehen und stellen in diesem Teil einige AC-Lösungen vor.
Klassische Wallboxen auf dem neuesten Stand
Eine AC-Wallbox soll es sein? Na dann, die Auswahl ist riesig. Hauptsache, sie kann alles, was man von ihr erwartet. Und das ist nicht bloß, das Auto aufzuladen. Bei einem Elektro-Dienstwagen ist die reibungslose Abrechnung mit dem Arbeitgeber wichtig – nur weil man gemütlich daheim laden kann, will man schließlich den Strom nicht herschenken. Selber den Strom erzeugen, ist da schon besser, per PV-Anlage. Dann muss die Wallbox aber auch das Überschussladen beherrschen.
Wallboxen auf den Messeständen nach beliebiger Reihung
- easee: Die Norweger sind früh mit ihren auf Wunsch bunten Wallboxen in einem Design, das einen an einen Storm-Trooper-Helm erinnert, aufgefallen. Nun gibt es die Modelle Max und Pro auch mit dem Namenszusatz "Eichrecht", was – eh klar – darauf hinweist, dass sie Eichrecht-konform sind. Für den privaten Gebrauch reicht der Max, man kann bis 22 kW laden, er ist MID-zertifiziert und "unterstützt alle Elektrofahrzeuge, Phasen und Stromnetze", so easee. Weiters: "Backward-Kompatibilität bedeutet, dass Du Dein vorhandenes Ladegerät problemlos aufrüsten und dabei die bereits installierte Rückplatte wiederverwenden kannst."
- go-e: Als flexible Wallbox aus Österreich bekannt! Mittlerweile können die Kärntner nicht nur auf die Marktführerschaft im fahrzeugunabhängigen Home-Charging in Deutschland und Österreich verweisen. Nach einer Studie einer britischen Marktforschung ist man mit drei Prozent Marktanteil unter den Europa-Top-10. In München im Fokus: Die go-e Charger Core und Pro, wobei der Pro den MID-zertifizierten Stromzähler voraus hat. Der kompatible go-e Controller beherrscht Energy Monitoring, Photovoltaik-Überschussladen und dynamisches Lastmanagement. Lässig: Schon der Core ist V2X-ready und Plug&Charge-ready – die Funktionalitäten sind hardwareseitig vorbereitet und werden per Softwareupdate bereitgestellt.
- NRGkick MID Business: Wieder ein Produkt aus Österreich. Der NRGkick ist als intelligentes Ladekabel bekannt, somit mega-flexibel – eine Installation ist nicht notwendig. Transparente Abrechnung für Firmenwagen und klare Zuweisung beim Daheimladen gehören dazu, zukunftsfit ist er mit V2X-Readyness und ISO 15811, ein MID-zertifizierter Stromzähler ist integriert. Damit man an jeder Stromquelle laden kann, werden gleich sieben Adapter bereitgestellt. Egal ob man einphasig mit maximal 3,7 kW oder dreiphasig mit maximal 22 kW laden möchte.
- V2C: Wallboxen aus Spanien mit einem Line-up von Privat- zu Businesslösungen von 7,4 über 11 bis 22 kW im AC-Bereich. Am Firmenparkplatz kann sich die in eine Säule integrierte Pole Pro gut machen, klassischer wird beim Bestseller Trydan oder beim Trydan Pro. Mit der V2C Cloud lassen sich Ladevorgänge in Echtzeit überwachen und steuern, um "die Energieeffizienz auf eine neues Level zu bringen". Bei V2C Payments heißt es, dass Ladevorgänge ohne Einbindung von Drittanbietern oder Bankanbindung direkt abgerechnet werden können.
- RZB Energy: Hier sind die Ladesäulen gleichzeitig Lampen – egal ob vor dem Einfamilienhaus, auf dem Firmenparkplatz oder als Ladelösung in der Gemeinde. Die 2-in-1-Lösung bedeutet: Es stehen nicht einfach Ladesäulen "herum", wer auf eine aufgeräumte Optik steht, wird happy. Eichrechtskomform, kilowattstundengenaue Abrechnung, zudem lassen sich bei Bedarf zwölf Ladepunkte mit nur einem Display realisieren.
- chargeBIG powered by Mahle: Mobile Ladelösungen sind für viele Gelegenheiten sinnvoll, daher waren sie auf der Power2Drive immer öfter zu sehen. Ganz klare Zielgruppe Nummer 1 sind Werkstätten, die sich langsam aber sicher besser auf Elektroautos einstellen müssen. In den Gesprächen in München war aber auch immer wieder die Rede von sportlichen Events und großen Ausfahrten. Hier kann im Endeffekt standortunabhängig nachgeladen werden – etwa bei einem gemeinsamen Zwischenstopp, wo es keine DC-Ladelösungen gibt. Die smallBOX Portable von chargeBIG bietet vier Ladepunkte mit je 22 kW.
Du hast noch gar kein Elektroauto zum Laden? Tipps aus unseren Tests:
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