ELECTRIC WOW / 24.09.2026.
Torcal: Bentley bringt Elektro-SUV
Posted by: Mag. Severin Karl
Ein menschlich eingespielter V8-Rhythmus, was soll denn das sein!? Ja, wirklich: Bentley betont, dass die Klangkulisse im ersten Elektroauto der Marke nicht einfach ein künstlicher Motorsound sein soll. Bei der Entwicklung des Torcal "zeigte sich, dass der charakteristische Rhythmus des Bentley V8 einen wesentlichen Teil seiner Anziehungskraft ausmacht. Um das Klangerlebnis zu gestalten, nutzte das Team reale Instrumente wie Schlagzeuge, Bratschen und Bassgitarren, um die einzigartige Bentley Dynamic Symphony zu erschaffen − mit subtilen Variationen und kleinen menschlichen Unvollkommenheiten." Wow, das ist einmal eine Ansage. Nicht, dass wir Motorsound in einem Elektroauto brauchen, aber die Herangehensweise ist sympathisch.
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Auch der Torcal muss den banalen Alltag bewältigen
Bentley Torcal. Wir werden uns daran gewöhnen. Bentley Bentayga kam vor zehn Jahren vielleicht leichter über die Lippen. Aber Torcal hat auch etwas, wir assoziieren "Torch" (also Fackel, Leuchtfeuer) damit, es klingt also nicht so schlecht. Torcal jedenfalls ist ein fünf Meter langes SUV, das per serienmäßiger Allradlenkung doch recht handlich sein soll. Elf Meter Wendekreis durch um 5 Grad mitlenkende Hinterräder lassen den Gedanken an Citygaragen ohne Schweißausbrüche zu. Und wenn wir schon bei diesen alltäglichen Banalitäten sind: 460 Liter Kofferraum (naja), 90 Liter Volumen im Staufach unter der vorderen Haube (im Frunk-Vergleich recht gut, es ginge aber noch mehr), 600 Kilometer Reichweite (für so ein dickes Ding okay). Geladen wird schnell, da Bentley an die 800-Volt-Technologie gedacht hat. In Sieben Minuten sollen 161 Kilometer Reichweite nachgeladen werden. Der klassische Hub von 20 auf 80 Prozent benötigt weniger als 20 Minuten. Fehlt noch die Batteriegröße, es sind gesamt 113 kWh (bei einer zehnjährigen Garantie).
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Erstmals mit vollaktivem Fahrwerk
Wir hätten es nicht anders erwartet: Bentley fertigt die Neuheit im Portfolio daheim und auch die Entwicklung erfolgte in Crewe (GB). Ein Netzwerk britischer Zulieferer sorgt dafür, dass sich der Torcal anfühlt, wie man es sich erwartet. Da spielt natürlich auch die nötige Power mit. 888 PS und 1.350 Nm gelten als Maximalwerte der beiden Permanentmagnet-Synchronmotoren. Eilige Lords sind so in 2,9 Sekunden auf 100. Damit dabei nicht schiefgeht, spricht der traditionelle Autobauer von der bislang fortschrittlichsten Fahrwerkstechnologie des Hauses. Das vollaktive Fahrwerk feiert Premiere in einem Fahrzeug mit dem geflügelten "B" an der Front. Adaptive Zweiventil-Dämpfer sind seit einiger Zeit state-of-the-art, wenn es um geschmeidigen Fahrkomfort geht. Jeder Fahrmodus (von Refresh bis Sport) soll so eine eigene Charakteristik aufweisen. "Das System macht Stabilisatoren überflüssig und nutzt die reaktiven Dämpfer, um ein stufenlos variables Gegenmoment zur Reduzierung von Wankbewegungen zu gewährleisten", meint Bentley. Eine Keramikbremsanlage wird als Option angeboten, Stahl ist Serie.
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Marktstart: Diese Modelle werden angeboten
Basisversion klingt bei einem Bentley natürlich immer verrückt. Dennoch haben auch die Briten kein besseres Wort für ihr Grundmodell, dass neben der S-Variante angeboten wird.
- Basismodell: 821 PS, 1.194 Nm
- 3,4 Sekunden auf 100 km/h, 250 km/h Höchstgeschwindigkeit
- S-Variante: 888 PS, 1.350 Nm
- 2,9 Sekunden auf 100 km/h, 260 km/h Höchstgeschwindigkeit
Termine für die Markteinführung und Preise hat Bentley allerdings noch nicht genannt.