Wiener Elektro Tage: Reges Interesse an Steckerautos

Mag. Severin Karl

ELECTRIC WOW / 01.06.2026.

Wiener Elektro Tage: Reges Interesse an Steckerautos

Posted by: Mag. Severin Karl

Elektroautos und Plug-in-Hybride standen bei der Veranstaltung auf dem Wiener Rathausplatz im Mittelpunkt. Bei einem Tag weniger als sonst zählten die Veranstalter eine vergleichbare Besuchermenge wie im Vorjahr.

Mehr Aussteller, weniger Tage, gleich viele Besucher. So in etwa lautet die Schlussrechnung der Wiener Elektro Tage 2026, die vom 29. bis zum 31. Mai auf dem Rathausplatz der Bundeshauptstadt abgehalten wurden. Mit zahlreichen Premieren war die Veranstaltung durchaus zugkräftig, darüber hinaus war das erhöhte Interesse an Autos mit Stecker spürbar. Die Standbetreuung der einzelnen Importeure hatte alle Hände voll zu tun, die Interessenten mit Prospekten und Infos zu versorgen. Mit über 70.000 Besuchern freuten sich die Veranstalter über den regen Zulauf. Und das, obwohl die Wiener Elektro Tage nur über drei statt wie früher vier Tage liefen.

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Vom Topolino bis zum GTI

Richtig spannend war die Markenvielfalt und die Bandbreite an Karosserieformen und Leistungsklassen: Ein VW ID. Polo GTI konnte ebenso besichtigt werden wie ein Xpeng X9 oder ein Fiat Topolino. Und natürlich alles dazwischen. Apropos X9. Der neue Chinese kümmerte sich gemeinsam mit dem Mercedes VLE um das Thema Elektro-Vans, das stark im Kommen ist.

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Strompreise schlagen eher nach unten aus

Gegenüber vom Rathausplatz fand sich die Branche zu Mittag im Vestibül des Burgtheaters ein. In einer Paneldiskussion wurde über den Status quo ebenso geredet wie über die Wünsche Richtung Zukunft. Philipp Wieser von OLÉ (Österreichs Leitstelle für Elektromobilität) sprach in einem Impulsvortrag von einem Shift der Elektromobilität zu den Privathaushalten. Dazu hat Österreich bei allen Ladetypen global das größte Wachstum, "ein großer Erfolg bei einer so teuren Technologie", so Wieser. Von Monat zu Monat wird die Relation von der Menge der Elektroautos zu den Ladepunkten besser. Dazu bleiben die Ladepreise konstant, in der Reisezeit zu Ostern gab es sogar einen Ausschlag nach unten "weil die Anbieter sich mit Aktionen unterbieten". Beim BEV-Wachstum wird Österreich aber gerade von anderen EU-Staaten überholt, weil einige gerade große Sprünge in diesem Bereich machen. Ein aufmerksamkeitsstarker Ausreißer ist etwa Kroatien, wo es nicht nur neue Förderungen gab, sondern auch attraktive Invcentives für umstiegswillige Unternehmen.

Zügige Schritte Richtung 40 Prozent nötig

Wolfgang Wurm, Geschäftsführer Porsche Austria GmbH & Co OG bei Porsche Holding meinte: "Die nächsten Schritte Richtung 40 Prozent BEV-Anteil in Österreich müssen zügig sein", auf den aktuell gefeierten 25 Prozent darf man sich im Hinblick auf mögliche Strafzahlungen nicht ausruhen. Markus Wildeis, Managing Director Stellantis Austria, betonte die Win-Win-Win-Situation bei der Transformation Richtung Elektromobilität. "Natürlich geht es um die Umwelt, aber es geht auch um die Unabhängigkeit." Er verweis dabei auf die aktuelle geopolitische Situation. Christian Pesau vertrat bei der Diskussion die Industriellenvereinigung und wies darauf hin, dass sich die Industrie um die passenden Automodelle für den flächendeckenden Umstieg kümmert. Ein Blick auf den Rathausplatz bestätigte diese Aussage. Sein Wunsch an die Politik wiederum ist die Planungssicherheit. Gerade die neue Sachbezugsregelung auch für BEV sorgt aktuell für eine Phase der Unsicherheit. Marcella Kral saß für den ÖAMTC im Panel, sie betonte dass Strompreise angemessen, transparent, leicht vergleichbar und diskriminierungsfrei sein müssen. Zudem dürfen Betreiber weder die Endkunden noch unterschiedliche Mobilitätsanbieter (EMSPs) ungerecht benachteiligen.

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